Artikelempfehlung aus der sh:z – Landeszeitung vom 24.2.2021

Artikel  der sh:z Landeszeitung von Ute Reimers-Raetsch 11.3.2021
(gleichzeitig Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 24.2.2021)

Tetenhusen reagiert auf Raser
– Tempo-30-Zone für den gesamten Ort

Mit Tempo 115 durch den Ort. Diese Messung führt dazu, dass die Gemeinde für das ganze Dorf eine Tempo-30-Zone erwägt.

 

TETENHUSEN | Die Geschwindigkeitsmessungen im Dorf und deren Resultate beschäftigen die Gemeindevertreter von Tetenhusen. Gemessen wurde an zwei Messpunkten in der Hauptstraße. Auf der Durchgangsstraße nach Kropp und Meggerdorf herrscht viel Verkehr. Die Ergebnisse waren sehr ernüchternd und so nicht erwartet worden. Viele Verkehrsteilnehmer sind zu schnell unterwegs. Der „Spitzenreiter“ ist mit 115 km/h durch den Ort gefahren. Argumente für und wider Tempo-30-Zone im ganzen Dorf wurden erwogen. Die Mehrheit der Gemeindevertreter sprach sich für ein Tempolimit aus. Jetzt soll zunächst in Absprache mit der Straßenverkehrsbehörde ein Konzept erarbeitet werden, bevor das Thema „Tempo-30“ erneut auf die Tagesordnung kommt.

24 Interessenten für 15 Baugrundstücke

Im Baugebiet „Blöcken 3 nördlich Blöckenstieg“ sind erste Erdarbeiten erfolgt. Die Knickrodung hat begonnen. Nicht abgeschlossen ist die Beratung über die Vergabekriterien und den Preis für die Bauplätze. Es liegt eine Bewerberliste mit 24 Interessenten für 15 Grundstücke vor. Allerdings muss die Amtsverwaltung die abschließende Berechnung der Grundstückspreise noch vornehmen, so Helmut Hartwich, Vorsitzender des Finanzausschusses. Die Ergebnisse werden zeitnah im öffentlichen Aushang der Gemeinde bekannt gegeben.

Kita-Reform und Erhalt der Grundschule

Die Kita-Reform und der Erhalt der Grundschule im Dorf beschäftigte erneut den Schul- und Kulturausschuss. In Zusammenarbeit mit Lehrern und der Kindergartenleitung wird ein Konzept für längere Betreuungszeiten und Ferienbetreuung erarbeitet. Eine ständige Vertretungskraft für die Kita-Leitung soll auch Zeiten in der Schulassistenz übernehmen. „Wir haben seit sechs Jahren einen Kindergarten mit zwei Gruppen, die nun ein einheitliches Konzept erhalten sollen“, erklärte Heiko Lemm, Gemeindevertreter im Schulausschuss. Zudem hat der Kindergarten einen neuen Namen erhalten: aus „Waldameisen und Räuberhöhle“ sind nun „Die Sandfüchse“ geworden.

Zum Thema „Erhalt der Grundschule“ hat es Gespräche mit Schulleiter Stefan Knoll und Schulrat Schlüter gegeben. „Man steht uns sehr wohlwollend gegenüber, aber wir haben auch klare Aufträge erhalten. Und – wenn wir die Grundschule im Dorf erhalten wollen, dann kostet das Geld“, brachte es Heiko Lemm auf den Punkt. Gemeinsam mit einem Team aus Elternvertretern, Lehrern und Erzieherinnen will die Gemeinde ein zukunftsorientiertes Konzept erstellen.

Die Verträge über den Aktienkauf bei der SH-Netz AG laufen Mitte des Jahres aus. In den vergangenen fünf Jahren wurde mit diesem Projekt 157.000 Euro in die Gemeindekasse gespült. Die Gemeindevertretung beschloss die Verlängerung um weitere drei Jahre. Eine jährliche Dividende von 28.300 Euro wird garantiert.

Ortskernentwicklung geht weiter

Die Gemeinde hat sich beim Regionalbudget 2021 der AktivRegion Eider-Treene-Sorge mit dem Projekt „Rastplätze für Radfahrer und Wanderer inklusive E-Lade-Station für Fahrräder“ beworben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 19.200 Euro. Eine 75prozentige Förderung ist möglich. „Mit zwei Rastplätzen beim Markttreff und an der Ecke Dreeangel wollen wir unser Dorf touristisch attraktiver gestalten“, erklärte Wolfgang Urbach.

Das Ergebnis des Planungsbüros für das Ortskernentwicklungskonzept liegt den Gemeindevertretern vor. Nach Auswertung einer Fragebogenaktion und einer öffentlichen Bürgerbefragung haben die Stadtplanerinnen das Konzept erstellt, mit dem die Gemeindevertreter nicht zufrieden sind. „Vorschläge von unserer Seite wurden nicht berücksichtigt und Änderungen ohne Absprache eingefügt“, monierte der Gemeinderat. Es sollen weitere Gespräche stattfinden, sobald dies coronabedingt möglich ist, und auf jeden Fall soll das Konzept überarbeitet werden